„Wir haben doch schon genug schöne Handyfotos.“

von Nadine Klippstein · vergissmeinnicht Fotografie

Warum ein Familienshooting trotzdem (oder gerade deshalb) eine gute Idee ist.

„Wir haben doch schon so viele schöne Fotos mit dem Handy.“ Den Satz hör ich oft von Freunden. Und er stimmt ja auch.

Beim Spaziergang, beim Frühstück, wenn die Kleine auf dem Teppich rumkrabbelt, das Handy ist immer dabei. Die Bilder sind scharf, die Farben schön, und den Hintergrund macht dir das Handy auf Wunsch sogar unscharf.

Warum also noch eine Fotografin?


Handyfotos oder Familienfotografin: was du in ein paar Jahren merkst

Scroll mal durch dein Handy. Wie oft bist du selbst drauf?

Meistens gar nicht. Oder verwackelt, halb abgeschnitten, von unten im Selfiewinkel. Und wenn du doch mal drauf bist, guckst du in die Kamera statt zu deinem Kind und stehst irgendwie steif da.

Ich war doch dabei. Warum fühlt sich das auf dem Bild nicht so an?

Den Gedanken kenn ich nur zu gut. Ich bin bei uns auch immer die, die fotografiert.


Was auf deinen Handyfotos fehlt: du, mittendrin

Lösch bloß keins von deinen Handyfotos. Da drauf ist euer Alltag, so wie du ihn erlebst, durch deine Augen.

Bei einem Familienshooting kommt das dazu, was du selbst gar nicht fotografieren kannst.

WAS AUF EUREN FAMILIENBILDERN DAZUKOMMT

  • Wie dein Kind dich anguckt
  • Wie ihr miteinander seid, wenn gerade keiner ans Foto denkt
  • Und du, mittendrin und endlich mal scharf

Natürliche Familienfotos: ohne weiße Hemden und Partnerlook

Viele schreiben mir: „Wir wollen aber nichts Gestelltes.“ Da sind wir uns total einig. Bei mir steht keiner in gleichen weißen Hemden auf der Wiese und lächelt auf Kommando.

Was ihr anzieht, ist mir trotzdem wichtig. So ein Shooting ist ja was Besonderes, und eure Kleidung darf das zeigen, ohne dass ihr euch verkleidet fühlt.

Mein Styleguide hilft euch dabei. Da steht drin, welche Farben und Stoffe auf Bildern schön aussehen und wie ihr zusammenpasst, ohne gleich angezogen zu sein. Wenn ihr mögt, schick ich euch auch konkrete Outfitideen mit Links.


„Kommt, wir suchen den schönsten Stein.“ So wird aus einem Spaziergang euer Shooting

Ein „Lächeln bitte“ hört ihr von mir nicht. Ihr spielt, kuschelt und lacht, und ich guck zu.

Alleine lass ich euch damit aber nicht. Wenn es stockt, geb ich euch kleine Aufgaben, die sich anfühlen wie ein Spiel:

  • „Heb ihn mal hoch, ganz fest!“
  • „Flüster ihm was Lustiges ins Ohr.“
  • „Zeig ihr mal deinen besten Pusteblumenzauber.“
  • „Weißt du, wie die Eskimos sich küssen?“

Ich steh dabei meistens ein Stück weg und warte ab. Für euch fühlt sich das an wie ein Ausflug, und ich krieg dabei meine Bilder.

DAS HÖR ICH OFT

„Ich hab gar nicht gemerkt, dass du fotografierst.“

UND DAS HIER AUCH

„Das hat sich gar nicht wie ein Shooting angefühlt.“


Was ein Familienshooting bei mir ausmacht: ihr guckt euch an

Bei mir guckt ihr euch gegenseitig an, die Kamera ist dabei eher Nebensache. Ihr habt mal eine Stunde nur füreinander, ohne Handy und ohne Wäscheberg.

So hab ich uns noch nie gesehen.

Nadine, vergissmeinnicht Fotografie

Und oft kommt dann noch hinterher: „Das sind wir. Genau so. Und ich bin endlich auch mal richtig mit drauf.“

Fazit

Behalt deine Handyfotos, und hol dir dazu die Bilder, auf denen du selbst mit drauf bist.

  • Bilder, auf denen man sieht, wie ihr miteinander seid
  • Kleine Aufgaben statt „Lächeln bitte“
  • Ein Styleguide, damit die Outfitfrage keinen Stress macht
  • Wenn ihr mögt, konkrete Outfitideen von mir
  • Und du bist endlich mal mit drauf

Können müsst ihr dafür gar nichts. Kommt einfach so, wie ihr seid.

FAMILIENSHOOTING

Merkst du gerade, dass du das auch willst?

Dann nimm das Gefühl ernst und schreib mir, per WhatsApp oder übers Kontaktformular. In zehn Jahren guckst du dir eure Bilder an und denkst: Das war unser Leben, und ich war mittendrin.

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