Ich schreibe das hier nicht für Google. Ich schreibe es, damit du beim Lesen denkst: die tickt wie ich.

Das ist meine Sicht auf Familie, auf Zeit, auf Fotos, die wirklich zählen. Kein Angebot, keine Preisliste. Nur das, woran ich glaube.

Hier sind meine Punkte dazu:


1. Alles fing mit einem Welpen und einer Kamera an, die ich erstmal verstehen musste.

September 2007, Alfi zog bei mir ein. Ich hatte damals eine kleine Digitalkamera, Handys konnten sowas noch gar nicht. Aber die reichte mir bald nicht mehr, ich wollte mehr aus den Bildern rausholen können. 2008 kaufte ich mir deshalb meine erste Spiegelreflexkamera, eine Canon 50D. So viele Knöpfe, so viele Rädchen, ich musste erstmal in Eigenregie lernen, was davon überhaupt was macht. Die ersten Bilder waren trotzdem furchtbar, gar nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Das kam erst mit der Zeit, durchs Ausprobieren, durchs Lernen in einem Fotoforum.

Ich hab die Hunde meiner Gassi-Freunde fotografiert, einfach weil es mir Freude gemacht hat. 2010 hab ich mein Gewerbe angemeldet. Alfi wusste das natürlich nicht, aber er war der Grund für alles, was danach kam.

2. Meine drei Töchter haben mir die Familienfotografie nähergebracht.

Fotografiert habe ich mich in meiner eigenen Schwangerschaft nicht. Trotzdem hat mich diese Zeit verändert, weil ich gemerkt habe, wie viel Familie schon in so einem Bauch steckt, lange bevor jemand diese kleine Persönlichkeit überhaupt kennt. Dann die Neugeborenenzeit, drei Mal, drei völlig verschiedene kleine Menschen. Und dann der Alltag danach, wo aus dem Baby ein eigener kleiner Kopf mit eigenem Willen wird.

Genau diese Reise, von der Schwangerschaft bis in den Alltag hinein, ist der Grund, warum ich Familien so fotografiere, wie ich es tue.

Manchmal denke ich darüber nach, noch näher dranzubleiben. Ein Ausflug, gemeinsames Backen in der Küche, der ganz normale Morgen bevor sich jemand schick gemacht hat. Noch biete ich das nicht an, aber der Gedanke lässt mich nicht mehr los.

3. Ich stelle niemanden hin, aber ich lass euch auch nicht allein vor der Kamera stehen.

Kein "alle bitte herschauen, ich mach schnell ein Bild". Ich warte lieber. Bis Mama das Kind in den Arm nimmt und küsst, weil sie es gerade so fühlt. Bis Papa seine Frau ansieht, ohne dass ich irgendwas gesagt habe. Wenn es mal stockt und keiner mehr weiß, wohin mit den Händen, geb ich kleine Impulse. Kitzel sie doch mal. Gib ihr einen Eskimokuss. Mit den Magnethänden hat außerdem jeder einen Platz, den er kennt, keiner steht planlos rum und wartet, dass was passiert.

4. Ein Kind, das nicht mitmacht, ist bei mir kein Problem.

Wenn sich ein Kind gerade in Mamas Bein verkriecht, weil ihm in dem Moment alles zu viel ist, ist das eines meiner liebsten Bilder überhaupt. Genau das ist euer Alltag. Und genau den will ich haben, nicht die Version, in der alle brav in die Kamera lächeln, weil ich es so angesagt habe.

Wenn du das liest und denkst "genau das erlebe ich ständig", dann bist du bei mir goldrichtig.

5. Der Hund läuft bei mir nicht nebenbei mit, er ist Familie.

Er bekommt seinen Platz im Bild, so wie er ihn zuhause auf der Couch hat. Wenn Hund und Kind über die Wiese toben und sich danach beide erschöpft in die Wiese werfen, ist das für mich das Bild, auf das ich beim Shooting warte. Manchmal kuscheln sie sich danach zusammen, manchmal liegen sie einfach nur da und schnaufen. Beides ist genau richtig.

6. Ich fotografiere und filme, weil die Zeit nicht wartet.

Kinder werden groß, und man merkt es erst, wenn plötzlich die Schuhe vom letzten Jahr nicht mehr passen. Bei Hunden ist es ähnlich. Irgendwann bleiben nur noch die Bilder von der Zeit, in der er noch über die Wiese gerannt ist. Deshalb reicht mir manchmal ein Foto nicht, deshalb gibt es bei mir auch Video. Wer schon mal einen Hund verloren hat, weiß, was ein Foto oder ein paar Sekunden Bewegtbild dann wert sind.

7. Ihr dürft euch für mich schön machen, und ich lass euch dabei nicht allein.

Ihr müsst nicht in Sweatshirts kommen. Zieht euch ruhig etwas Schönes an, macht das Shooting zu etwas Besonderem, das dürft und sollt ihr sogar. Damit ihr euch dabei nicht verloren fühlt, bekommt ihr von mir einen Styleguide, an dem ihr euch orientieren könnt. Und wenn kurz vorher noch Fragen aufkommen, schreibt ihr mir einfach auf WhatsApp oder per Mail, ich bin da.

Während des Shootings selbst stelle ich euch trotzdem nicht hin. Die Kleidung macht es besonders, das Bild selbst bleibt trotzdem echt.

8. Familie ist für mich nicht an Kinder gebunden.

Auch zwei Menschen mit einem Hund sind für mich eine Familie. Der Hund als Fellkind, mit genauso viel Platz im Bild wie ein Kind es hätte. Familie fängt für mich außerdem nicht erst an, wenn ein Baby da ist. Sie fängt an, wenn du zum ersten Mal die Hand auf den Bauch legst und dein Partner sie dazulegt. Das ist schon Familie, auch wenn noch keiner weiß, wer da kommt.


9. Die ersten drei Wochen sind für mich das Newbornfenster, nicht mehr.

In diesen Tagen sind die Finger noch so klein, dass sie sich um einen einzigen deiner Finger schließen. Das Baby riecht noch nach nichts als sich selbst, es schläft noch die meiste Zeit weg, es kennt die Welt noch nicht. Genau diese kurze Zeit will ich einfangen, weil sie so schnell vorbei ist wie kaum etwas anderes.

Danach ist ein Baby kein Neugeborenes mehr, es ist ein Baby mit einer eigenen kleinen Persönlichkeit, das seine Umgebung schon wahrnimmt. Das läuft bei mir dann als Familienshooting, nicht als Newbornshooting. Beides ist wertvoll, aber es ist eben nicht dasselbe.

10. Kitafotografie macht mir richtig Spaß.

Ich tobe mit den Kindern über den Spielplatz, ich spiele mit, ich bin mittendrin im Alltag, nicht daneben mit einer Kamera. Kein Kind wird zum Fotografieren hingesetzt oder aufgefordert stillzuhalten. Ich fange die Kinder da ein, wo sie gerade sind, beim Bauen, beim Rennen, beim Lachen über irgendeinen Kinderwitz, den nur sie verstehen.

11. Kein Bild von euch geht online, ohne dass ich vorher gefragt habe.

Keine Mama muss Angst haben, dass ihr Kind einfach irgendwo auftaucht. Ich frage immer erst, bevor ich etwas zeige. Und wenn ich Kinder aus Shootings oder Kitas erwähne, nenne ich nie ihre Namen. Euer Vertrauen ist mir wichtiger als jedes Bild, das online gut ankommen würde.

12. Meine Wunschkundin bin ich selbst.

Mama, mindestens ein Kind, ein Hund. Kopf immer voll, will alles für alle gut machen, und irgendwie steht sie selbst nie mit auf dem Bild, weil sie hier immer die ist, die das Handy in der Hand hat und fotografiert.

Wenn du dich gerade beim Lesen ertappt fühlst, weil du genau das kennst, dann schreibe ich diese Zeilen für dich.

Für Familien wie diese hab ich mir das Wort Herzfamilien ausgedacht. Familien, bei denen das Herz das Tempo vorgibt und nicht der Terminkalender.

13. Fotos sind mir manchmal zu wenig, deshalb gibt es Bewegte Herzmomente.

Ein Bild zeigt einen Augenblick. Ein Video zeigt, wie ein Kind lacht, kurz bevor es hinfällt, wie ein Hund über die Wiese rennt, mit Ohren die im Wind flattern. Meistens sind das kleine Slowmotion Aufnahmen mit Musik im Hintergrund, manchmal hört man ein Lachen leise durch. Momente, die sich bewegen, lassen sich einfach nicht in einem einzigen Bild festhalten.

14. Ein Shooting soll euren Kopf leichter machen, nicht voller. Herzmomente.

Ihr sollt danach nicht denken "geschafft, das haben wir hinter uns". Ihr sollt denken "das war schön, lass uns das wieder machen". Genau das ist mein Ziel bei jedem einzelnen Termin, und wenn ich das am Ende in euren Gesichtern sehe, weiß ich, dass der Tag gelungen ist.

15. Ihr seid bei mir schön angezogen und trotzdem ganz echt.

Ich fotografiere euch nicht ungeschminkt im Schlafanzug, das ist nicht meine Art zu arbeiten. Aber während ihr schön angezogen vor mir steht, passiert trotzdem das Echte: das Kind, das plötzlich lostobt, der Blick zwischen euch beiden, den keiner geplant hat. Genau in diesem Zusammenspiel, schön gemacht und trotzdem ungestellt, entstehen die Bilder, die euch am Ende am meisten bedeuten.


16. Ich fotografiere, weil ich nach einem Shooting mehr Energie habe als davor.

Ich vergesse dabei komplett die Zeit. Zwei Stunden fühlen sich an wie zwanzig Minuten. Das ist keine Arbeit, für die ich mich zusammenreißen muss, das ist der Teil meines Tages, auf den ich mich am meisten freue. Diese Freude siehst du am Ende auf euren Bildern, auch wenn du sie nicht direkt benennen kannst. Vielleicht ist genau das der eigentliche Grund, warum meine Bilder anders aussehen als andere.

17. Vergissmeinnicht heißt meine Marke, weil genau davor ich Angst habe.

Vor dem Vergessen. Wie sich die kleine Hand angefühlt hat, als sie noch komplett in deiner lag. Wie der Hund über die Wiese gerannt ist, bevor er alt wurde. Vergiss nicht, wie es war, das ist der Satz, der über allem steht, was ich mache. Kein Bild kann die Zeit zurückholen. Aber ein gutes Bild sorgt dafür, dass du dich erinnerst, wie es sich angefühlt hat.

Kurz zusammengefasst

Das ist meine Sicht auf Familienfotografie.

  • Ich stelle niemanden hin, ich begleite euch mit kleinen Impulsen
  • Der Hund ist Familie, kein Extra
  • Ein Kind, das nicht mitmacht, ist kein Problem, sondern der Moment
  • Fotos und "Bewegte Herzmomente" gehören für mich zusammen
  • Kein Bild geht online, ohne dass ich vorher gefragt habe

Wenn du beim Lesen an der einen oder anderen Stelle genickt hast, dann sind wir uns vermutlich schon näher, als du denkst.

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